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Ghost Rider in den Comics

Ghost Rider I
Ghostrider

Die Figur des Ghost Rider tauchte erstmals 1949 beim Magazine Enterprises Verlag auf. Es handelte sich um einen Western-Comic-Charakter, der von dem zu der Zeit sehr populären Lone Ranger inspiriert war. Die Stories waren eine Mischung aus Western- und Horror-Comics und hatte einige sporadische Auftritte in diversen Serien.
Ghostrider 121967 hatte der Western-Ghost Rider ein kurzlebiges Comeback bei Marvel Comics, diesmal allerdings als reine Westernserie, die Horror-Elemente fielen weg. Bemerkenswert ist, das Marvel gar keine Rechte an der Figur besaß sondern diese nach Auflösung von Magazine Enterprises einfach geklaut hat, eine Vorgehensweise, die unter Stan Lee gar nicht unüblich war. Nach ein paar Gastauftritten in anderen Western-Comics verschwand die Figur in der Versenkung. Anders als im Film ist der Western-Ghost Rider eher mit dem Dschungelhelden Phantom verwandt als mit Johnny Blaze: Das Kostüm des Riders wird von Generation zu Generation weiter gegeben und fand bis zum heutigen Tage 7 Träger. Die Figur taucht weiterhin gelegentlich unter dem Namen Phantom Rider in den Marvel Comics auf.

Ghost Rider II
Ghostrider 2Der Ghost Rider, wie wir in aus dem Film mit Nicolas Cage kennen, hatte sein Debüt 1973. Der Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze verkauft seine Seele an Mephisto, um das Leben seines krebskranken Mentors (nicht etwa seinen Vater!) zu retten. Nachdem sein Mentor stirbt, weigert sich Johnny den Seelenvertrag einzuhalten und flieht.
Aus Rache verbindet Mephisto Blaze mit einem Dämon namens Zarathos, der von Blaze immer wieder Besitz ergreift und ihn in den Ghost Rider verwandelt. Mit der Zeit lernt er den Zarathos zu kontrollieren und nutzt die Höllenfeuer-Kräfte für das Gute, immer im inneren Konflikt mit dem bösen Dämon in sich, der um die Vorherschaft kämpft. Die für heutige Verhältnisse langlebige Serie endet 1983 damit, dass Johnny Blaze von Zarathos befreit wird und endlich ein normales Leben führen kann. Er heiratet und bekommt zwei Kinder.

Ghost Rider III
Ghostrider 3In der in den 90er Jahren von düsteren Figuren wie den Punisher und Batman dominierten Comic-Welt besann man sich aufs neue des Ghost Riders. 1990 war Daniel Ketch dazu verdammt, mit einem flammenden Schädel durch die Gegend zu heizen. Er findet ein Motorrad. Als er den glühenden Tankdeckel berührt, verwandelt er sich in den dritten Ghost Rider. Schön, dass uns diese, doch eher dämliche Geschichte im Kino erspart geblieben ist. Bei dieser Variante handelte es sich bei dem Dämon nicht um Zarathos, obwohl er Ketch die gleichen Kräfte wie den zweiten Ghost Rider verlieh. Nach diversen Wirrungen (unter anderem stellte sich heraus, dass Johnny Blaze und Daniel Ketch Brüder waren) endete die Serie 1998.

Ghost Rider IIa
Johnny Blaze kehrt zurück. 2001 griff man bei Marvel wieder auf das ursprüngliche Konzept zurück und reanimierte den Johnny Blaze Ghost Rider in einer Miniserie. Es folgte eine weitere und seit 2006 erscheinen die Abenteuer des Ghost Rider wieder in einer monatlichen Serie, die Angesichts des Filmerfolges sicher noch eine Weile laufen wird.

Nicolas Cage, der eigentlich Nicholas Kim Coppola heißt, hat sich bei seinem Künsternamen übrigens von einer Marvel-Comic-Figur inspirieren lassen. Aber das ist eine andere Geschichte.

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